Biografisches 1982–1991 Biografisches 1972–1981

Seine Rückkehr nach Deutschland führte ihn auf direktem Wege zurück in die Bundesliga zum FC Bayern München in der Saison 1991/1992. 1996 beendete er seine Karriere mit einem Kurzeinsatz beim letzten Saisonspiel für Borussia Dortmund, wo er als Torwart-Trainer der Borussen nach der Verletzung von Stammkeeper Stefan Klos auf die Bank rückte. So gewann er in seinem letzten Bundesligaspiel noch einmal die Deutsche Meisterschaft, 17 Jahre, nachdem ihm dies mit dem 1. FC Köln gelungen war als bis heute ältester Spieler überhaupt. 

Nach seiner Karriere als Fußballspieler knüpfte Toni Schumacher nahtlos an die Trainerlaufbahn an. Parallel zu seiner Arbeit mit Torhütern arbeitete in der Sportagentur seines damaligen Beraters an den Stadionkonzepten von Vitesse Arnheim und Schalke 04 und drückte an der Sporthochschule Köln die Schulbank. Nacheinander erwarb er den A-Schein und die Fußballlehrer-Lizenz. Zu seinem Lieblingsfach erklärte er Psychologie.  Deutsche Meistertitel gewann er als Mitglied des Trainerteams mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund, mit dem BVB darüber hinaus die Champions League und den Weltpokal. Mit Bayer Leverkusen zog er ebenfalls ins Finale der Königsklasse ein, Torhüter wie Stefan Klos oder Jörg Butt erlebten durch die Arbeit mit Toni Schumacher ihren Karrierehöhepunkt. 2003 zog sich Schumacher aus dem Trainer-Geschäft zurück und wechselte in die Sportmarketingbranche, wo er zunächst als Berater der Geschäftsführung und später als geschäftsführender Gesellschafter tätig war. In diese Zeit fallen Erfolge wie die Vermittlung der Postbank als Trikotsponsor von Borussia Mönchengladbach und die Umsetzung des Gazprom Engagements auf Schalke. Zudem arbeitete Toni Schumacher fast zwei Jahrzehnte als TV-Experte für verschiedene Bundesliga-Formate und kommentierte internationale Großturniere unter anderem bei SAT.1,  ZDF, Premiere und Sport1. Bei SAT.1 gehörte er zum Team um Reinhold Beckmann, das die Fußballberichterstattung in Deutschland revolutionierte und völlig neue Zuschauer-Gruppen erschloss.

Bild: Uli Gross

2012 schließt sich der Kreis für den mittlerweile 58-jährigen Toni  Schumacher. 25 Jahre nach seinem Rauswurf wird er zum Vizepräsident des 1. FC Köln gewählt und ist seither verantwortlich für den sportlichen Bereich. In den fünf Jahren seiner bisherigen Amtszeit stieg der 1. FC Köln in die Bundesliga auf und kehrte nach 25 Jahren erstmals wieder auf die europäische Fußballbühne in die Europa League zurück.

Mit der Veröffentlichung seines zweiten Buches „Einwurf. Wahrheiten über den Fußball und mein Leben.“ im Juni 2017 spannt Toni Schumacher den Bogen von 1987 zu 2017, spricht offen und direkt über seinen schwierigen Weg nach dem „Anpfiff“ und wie er sein Lebensmotto „Lieber ein Knick in der Karriere als ein Knick im Rückgrat“ bis heute glücklich lebt.

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